Server Betriebszeit

Als Server Betriebszeit bezeichnet man im Allgemeinen jenes Zeitfenster, in dem ein Server angeschaltet ist und läuft. Als Synonyme werden im Deutschen die Begriffe “verfügbare Betriebszeit” oder “Klarzeit” verwendet. Auf Englisch heißt diese Zeitspanne “Uptime” und steht im Gegensatz zu der “Downtime”, also der Zeit, in der ein Computersystem nicht funktionstüchtig oder schlicht abgeschaltet ist. Das Ziel aller Anbieter von Servern und Computersystemen ist es, die Downtime ihrer Technologien möglichst gering zu halten und ihren Kunden einen zuverlässigen Service anzubieten.

Wettlauf um die geringste Downtime

Meist sind es Unternehmen, die Server mieten und ihre Daten in Computersystemen weitab ihrer Firmenstandorte ablegen. Sie geben die Informationen damit aus ihren Händen und überlassen Fachleuten deren Betreuung. Trotzdem möchte man als Kunde selbstverständlich sicher sein, dass die eigenen Daten jederzeit verfügbar sind, falls man sie benötigt oder etwas modifizieren muss. Der Server sollte also bestenfalls fehlerlos und ohne Pause laufen, ohne Ausfallzeiten aufzuweisen. Die Server Betriebszeit sollte den 100% möglichst nahekommen.

Technik unterliegt Fehlern, deswegen kann kein System-Anbieter für eine Uptime von 100% garantieren. Die Geräte müssen gewartet werden, es gibt Fehler oder Stromausfälle. Um die Kunden dennoch bestmöglich zufriedenzustellen, haben die Anbieter die Server Betriebszeit in den letzten Jahren immer weiter gesteigert. Möglichst hohe Werte anzubieten hat sich in zu einer Art Wettbewerb entwickelt: Zum Teil werden 99,99% Uptime versprochen, was umgerechnet maximal eine Stunde Downtime der Systeme pro Jahr bedeutet.

Technische Aspekte der Uptime

Neben der reinen Server Betriebszeit sind für die Auswahl eines Server-Anbieters auch die sogenannten “RAS-Faktoren” wichtig: Reliability, Availability und Serviceability, also Zuverlässigkeit, Verfügbarkeit und Bedienbarkeit. Die Entscheidung für oder gegen einen Anbieter, der die eigene Firma mit Serverkapazitäten oder Computersystemen ausstattet, sollte also nicht nur anhand der harten Fakten und zahlen getroffen werden. Die Uptime eines Systems ist als Indikator für seine Zuverlässigkeit zu verstehen, ist aber kein Garant dafür.

Die Uptime eines Systems wird normalerweise als Zeitspanne seit dem letzten Start des Systems angegeben. Je nach System unterscheiden sich die Begriffe, mit denen man diese Information abrufen kann. Bei Unix lautet der Befehl “uptime”, bei OpenVMS-Systemen “show system” und bei jüngeren Windowsprodukten sind die Details zum letzten Systemstart unter “net statistics server” verfügbar. Bei Windows-Systemen ist die Betriebszeit oftmals auch unter dem Reiter “Leistung” im Taskmanager ersichtlich. Oft unterscheiden sich die Anzeigeformate für die Uptime je nach System.

Hohe Server Betriebszeit heißt: Alles funktioniert

Uptime hoch, Downtime runter

Wenn man sich mit der verfügbaren Betriebszeit von Computersystemen beschäftigt, sind Zahlenspiele eigentlich recht einfach: Je höher, desto besser. Kein System, kein Server kann einen permanenten Betrieb garantieren, gewisse Ausfallzeiten sind normal. Eine angegebene Betriebszeit von 100% sollte einen deswegen stutzig machen, während Zahlen wie 99,99% oder 99,9% durchaus realistisch sein können. Hochgerechnet auf ein Jahr bedeuten diese lediglich marginale Spannen an Downtime, von einer bis zu neun Stunden. Doch die Entscheidung über einen Systemanbieter sollte sich nicht allein auf diese Zahl stützen.